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16 August 2026

30. Baraka für alle Nationen

Bismillahi ar-rahmani ar-rahim

Als Azar (Tarah) starb, war sein Sohn Ibrahim (as) 75 Jahre alt. Nun wurde er das Oberhaupt der Familie. Allah erinnerte ihn bald daran, dass es über ihm noch einen Herrn gibt. Und der große Prophet und Patriarch, zu dem so viele aufschauen, gehorchte pflichtbewusst.

Tawrat, Genesis 12:1-3

Der HERR aber hatte zu Abram gesprochen: Geh hinaus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde! Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde!

 

Der Qur’an und die Sunna (sowohl die des Propheten Muhammad (saws) als auch alte jüdische Traditionen) berichten uns, dass Ibrahim (as) bereits vor seiner Berufung zwei große Auseinandersetzungen bewältigen musste. Die erste betraf seinen Vater. Dann musste sich Ibrahim (as) – noch dramatischer – dem Zorn eines heidnischen Königs stellen, der versuchte, ihn zu töten. Diese Geschichte wird in der Stadt Urfa von Generation zu Generation weitergegeben.

Über die dritte Auseinandersetzung gibt es keine Aufzeichnungen, doch sie musste zwangsläufig stattfinden. Stellen Sie sich vor, wie Ibrahim (as) nach dem Empfang der oben zitierten Ayat nach Hause zurückkehrt. Man kann sich den Schock in den Gesichtszügen seiner Frau Sarai vorstellen, als er ihr den Befehl Allahs mitteilte.

Wohin sollen wir gehen?

Ich weiß es nicht. Allah hat mir das nicht gesagt.

Wie weit ist es dorthin? Wie sieht der Ort aus? Wovon werden wir dort leben?

Ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht…

Wer ist dieser neue Gott von dir? Wer betet ihn noch an?

Wir wissen nicht, was Ibrahim (as) seiner Frau an diesem Tag antwortete. Wir wissen nur, dass sie in das Land zogen, das Allah ihnen versprochen hatte – nicht nur Ibrahim und Sarai, sondern auch Ibrahims Cousin Lut (Lot) und „die Leute, die sie erworben hatten in Haran“ (Tawrat, 1. Mose 12:5). Menschen aus dem heutigen Irak sowie aus den Grenzgebieten der Türkei und Syriens zogen, angeführt von dem gläubigen Nabi und Patriarchen, in Richtung Palästina.

Das war ein großer Schritt, der Ibrahim (as) und seine Familie in das Gelobte Land führte. Doch es war nur einer von vielen Schritten, in denen sein Glaube geprüft, gestärkt und vertieft wurde, bis er eines Tages al-Khalilullah (Freund Allahs) genannt werden sollte.

Die nächste Prüfung ließ nicht lange auf sich warten. Als die Karawane in Palästina ankam, errichtete Ibrahim (as) einen Altar, um Allahs Herrschaft über das Land anzuerkennen. Doch es gab keine Nahrung für die Menschen und ihre großen Herden. Anstatt Palästina als ihren Besitz zu beanspruchen, zogen sie bis nach Ägypten, wo sie vom großen Nil versorgt wurden. Dort suchten die Fremden Asyl – ganz ähnlich wie viele Menschen aus dem Nahen Osten, die behaupten, Nachkommen Ibrahims (as) zu sein, heute in fremden Ländern Schutz suchen.

 

Möchten Sie eine Baraka erhalten, ähnlich der, die Allah Ibrahim (as) gegeben hat? (Ich will deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein.)

Sind Sie bereit, sich Allah zu unterwerfen? Selbst wenn dies Opfer und die Konfrontation mit dem Unbekannten bedeuten würde?

Möchten Sie lieber eine Baraka empfangen oder selbst eine Baraka für andere Menschen sein? (in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde.)