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Bismillahi ar-rahmani ar-rahim
Tawrat, Hiob 42:1-6
Da antwortete Hiob dem HERRN: “Nun weiß ich, dass du alles kannst, kein Vorhaben ist für dich undurchführbar. ‘Wer ist es, der Gottes weisen Plan ohne Verstand verdunkelt?’ Ja, ich habe in Unkenntnis über Dinge geurteilt, die zu wunderbar für mich sind, ohne mir darüber im Klaren zu sein. Du hast gesagt: ‘Hör zu, ich will reden! Ich will dir Fragen stellen, und du sollst sie mir beantworten.’ Bisher kannte ich dich nur vom Hörensagen, doch jetzt habe ich dich mit eigenen Augen gesehen. Darum widerrufe ich, was ich gesagt habe, und bereue in Staub und Asche.”
Am Ende seiner qualvollen Erfahrung, von Iblis geprüft worden zu sein, und seiner schwierigen Gespräche mit Al-Mutaqabbir (dem Erhabenen) kann Ayyub sagen: „Bisher kannte ich dich nur vom Hörensagen, doch jetzt habe ich dich mit eigenen Augen gesehen.“ Was für ein beeindruckendes Zeugnis. Das ist es, worüber Paulus, ein Rasul (Apostel) von Isa al-Masih (möge sein Friede mit uns sein), schrieb:
Indschil, Römer 8:28
Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, nämlich denen, welche nach seinem Vorsatz berufen sind.
Mit anderen Worten: „denen, die Gott lieben, wirken alle Dinge zum Guten mit“. Das ist ein großer Trost. Nicht jede Ungerechtigkeit wird sofort wieder gutgemacht, nicht einmal bevor wir sterben. Wir wissen das und hören oft, dass wir das Qadar (Schicksal) akzeptieren müssen, das für uns bestimmt wurde. Ja, wir können unser Schicksal nicht ändern, daher ist es klug, Frieden damit zu schließen. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir uns passiv damit abfinden sollen, dass Ungerechtigkeit die Oberhand hat, oder dass wir Ungerechtigkeit sogar als göttliche Fügung betrachten sollen. Es ist sehr ermutigend zu wissen, dass wir selbst in schwierigen Zeiten an Allahs Verheißung festhalten können, dass für diejenigen, die ihn lieben, alles zum Besten steht. Es ist eine besondere Gnade Allahs, wenn manchmal schon zu Lebzeiten Gerechtigkeit hergestellt wird. Das war, Alhamdulillah, auch am Ende von Ayyubs großem Leiden der Fall.
Tawrat, Hiob 42:7-17
Nachdem der HERR seine Rede an Hiob beendet hatte, sagte er zu Elifas aus Teman: Ich bin zornig auf dich und deine beiden Freunde, denn ihr habt nicht richtig von mir gesprochen, im Gegensatz zu meinem Diener Hiob. Nehmt sieben junge Stiere und sieben Widder und geht zu meinem Diener Hiob und bringt ein Brandopfer für euch dar. Mein Diener Hiob soll für euch beten. Nur seinetwegen will ich euch eure Unbesonnenheit nicht anrechnen, denn ihr habt nicht richtig von mir gesprochen, im Gegensatz zu meinem Diener Hiob. Elifas aus Teman, Bildad aus Schuach und Zofar aus Naama taten, was der HERR ihnen befohlen hatte, und der HERR erhörte Hiobs Gebet.
Und Gott gab Hiobs Schicksal eine neue Wendung, weil er Fürbitte für seine Freunde getan hatte, ja, er schenkte ihm doppelt so viel, wie er vorher besessen hatte! Seine Brüder, Schwestern und früheren Freunde strömten herbei und aßen mit ihm in seinem Haus. Und sie bezeugten ihm ihr Beileid und trösteten ihn wegen des Unglücks, das der HERR über ihn gebracht hatte. Jeder von ihnen brachte ihm ein wertvolles Geldstück und einen goldenen Ring mit.
So segnete der HERR Hiobs weitere Lebenszeit noch viel mehr als sein vorheriges Leben. Denn jetzt besaß er 14.000 Schafe, 6000 Kamele, 1000 Ochsengespanne und 1000 Eselinnen. Außerdem bekam er sieben Söhne und drei Töchter. Hiob nannte seine erste Tochter Jemima, die zweite Kezia und die dritte Keren-Happuch
.… Hiob lebte danach noch 140 Jahre. Er sah vier Generationen seiner Kinder und Enkel. Dann starb er als alter Mann nach einem langen erfüllten Leben.
Hätten Wut, Rache und Flüche Ayyub in seinem schrecklichen Leiden geholfen?
Wäre Ayyubs Glück wiederhergestellt worden, wenn er sich geweigert hätte, für seine Freunde zu beten, die seinen Schmerz und sein Elend so sehr verstärkt hatten?
Vertraue ich Allah, dass Er in all meinen Schicksalsschlägen „zu meinem Guten wirkt“? Macht es für mich einen Unterschied, das zu wissen? Unter welchen Bedingungen ist das wahr? (siehe Indschil, Römer 8:28)
Hier geht es zur vorherigen Dschuma Lesung.